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Wie Angehörige und Freunde gute Zuhörer sein können, um jemandem mit Depression zu helfen.Der Wert des Zuhörens
Menschen mit Depressionen fühlen sich isoliert und vermeiden es oft, mit anderen über ihre Gefühle zu sprechen. Den ersten Schritt, um der Person zu helfen, kannst du mit aktivem Zuhören machen. Zuhören wurde als «wichtigste Kommunikationstechnik» beschrieben.1 Der Wert des Zuhörens wird auch von der Forschung bestätigt.2

«Mit jemandem zu sprechen, hilft wirklich. Ich fühlte mich dann jeweils frei von einigen dieser tief verwurzelten Ängste, die von dir Besitz ergreifen können – der Gedanke, dass dich jemand versteht und auf dich schaut.» (Irland)

Die Theorie des aktiven Zuhörens

  • Was ist aktives Zuhören?
    «Aktives Zuhören» bedeutet, mit voller Aufmerksamkeit zuzuhören, was die andere Person sagt. Das heisst, mittels folgender Techniken Ansprechpartner zu sein:1,3
    Offene Fragen: Vermeide Fragen, die nur mit «Ja» oder «Nein» beantwortet werden können. Ein Beispiel: «Wie fühlst du dich?» ist besser als «Fühlst du dich gut?»
  • Reflektierendes Zuhören: Wiederhole exakt, was die Person gesagt hat – so weiss sie, dass sie gehört wurde.
  • Paraphrasieren: Fasse mit eigenen Worten zusammen, was die Person gesagt hat, damit sie weiss, dass du zugehört und verstanden hast.
  • Fragen klären: Prüfe, ob du richtig verstanden hast. Versuche zu sagen: «Erzähl mir mehr über …»

Es ist zudem hilfreich, auf versteckte Botschaften zu achten, die hinter dem stecken, was du als Unterstützer sagst oder was die nahestehende Person äussert.1-3

Unterstützer (Elternteil): «Was ist los mit dir? Warum verhältst du dich so? Du brauchst Hilfe!»
   Versteckte Botschaft: «Ich muss ihr Hilfe besorgen. Ich mache mir Sorgen!»
Person mit Depression: «Nichts, mit mir ist alles in Ordnung!»
   Versteckte Botschaft: «Warum bin ich immer so?»

Versuche es mit fünf wichtigen Schritten

Negative Einstellung, Reizbarkeit und sozialer Rückzug des Betroffenen können bewirken, dass sich der Unterstützer zurückgewiesen, gestresst und demotiviert fühlt.3 In diesem Fall kann ein Unterstützer mit unten stehenden Schritten wirklich helfen – fünf Schritte, um einer Person mit Depressionen beizustehen.4

Kontakt: Gehe auf die betroffene Person zu und sprich mit ihr.
Zuhören: Höre der Person zu. (Siehe oben: aktives Zuhören).
Verständnis: Nicke, schenke Aufmerksamkeit.
Ausdrücken: Sorgen ausdrücken – Sage der Person, dass sie dir am Herzen liegt und du helfen möchtest.
Hilfe holen: Biete der Person an, mit ihr für ein Gespräch zu einer Drittperson zu gehen.

Interaktives Spiel

Interaktives Spiel

Bist du ein guter Kommunikator? Zu wissen, was man zu jemandem sagen soll, der an einer Depression leidet, ist oft schwierig. Die Art und Weise, wie du zuhörst und reagierst, kann allerdings den grossen Unterschied ausmachen!

Referenzen

  1. Therapeutic Communication Skills Part 1 Virginia J. Duffy PhD, Nurse Practitioner in Psychiatry. Last viewed August 2011
    http://www.psychsense.com/articles/therapeutic-communication-skills.html
  2. Qualitative research conducted by Informed Insight. Dublin, Lausanne and Zurich, July 2011.
  3. John Boesky, M,A. Active Listening principles are key to effective communication. Last viewed August 2011. http://www.johnboesky.com/activelistening.php
  4. University of Minnesota Center for 4-H Youth Development College of Education. Helping Friends in Trouble: Stress, Depression, and Suicide Joyce Walker, Youth development. Last viewed August 2011. http://www.extension.umn.edu/distribution/youthdevelopment/DA2787.html
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